Wikipedia | Gastro News | LMS | WebMail | PHOnline | Impressum
headerBild
headerBild
headerBild
Logo Oekolog
Vitimeteo Prognosedienst und Wetterdaten für den Weinbau
Europea Österreich
Italienisch

Lehreraustausch der Weinbauschule Krems mit Südtirol bringt wertvolle neue Erfahrungen für SchülerInnen

Neue Lehrpfade beschreiten

Europäische Austauschprojekte für SchülerInnen bestehen in vielen Schultypen seit Jahrzehnten. Dass Lehrkräfte von landwirtschaftlichen Schulen ihre Rollen international tauschen, ist eine neue Idee der Wein- und Obstbauschule Krems: Rainer Vogler un-terrichtete vor Ostern eine Woche an der Fachschule für Wein- und Obstbau in Laim-burg (Südtirol), sein Kollege Christoph Gallmetzer von ebendort in Krems.


Idee zu europäischen Brücken
Seit 7 Jahren besteht eine enge Kooperation zwischen den Fachschulen Laimburg und Krems in Form eines Schüleraustausches. 2008 begleitete Vogler die Kremser Schul-klasse nach Südtirol und traf dort seinen Fachkollegen Gallmetzer. Erfahrungen wur-den ausgetauscht, Lehrmaterialien und Unterrichtsinhalte verglichen - und die Idee zu einem Rollentausch im kommenden Schuljahr geboren.
Im Sommer 2008 erfolgte ein reger email-Verkehr über mögliche Lehrinhalte und The-men im jeweiligen Gastland, im Herbst 2009 trafen sich Gallmetzer und Vogler persön-lich zur einer Besprechung. In Herbst und Winter wurden noch zahlreiche Details ab-gestimmt. Die Realisierung scheiterte nahezu am Finden eines Termins - beide Lehr-kräfte sind so engagiert, dass kaum eine gemeinsame Woche an der Stammschule frei zu machen war.


Aufgaben an der Laimburg
Vogler wurde an der Laimburg für 20 Unterrichtsstunden in Betriebswirtschaft und Mar-keting eingesetzt, den Großteil davon in der 4. Klasse - dem Betriebsleiterlehrgang. Gallmetzer unterrichtete in Krems und brachte neue Inhalte im Bereich der Betriebs-werbung und der Finanzierungsrechnung für die Abschlussklasse und den Weinmana-gement-Lehrgang. Von Beginn der Planung an war klar, dass sich der Unterricht naht-los in den Lehrplan einfügen muss, und die Lehrziele auch mittels Test überprüft wer-den.
„Die freundliche Aufnahme bei den Laimburger KollegInnen in Schule und Internat, das Wiedertreffen von guten Bekannten und die kleine Schülerzahl in den Klassen im Ver-gleich zu Krems waren anfangs meine stärksten Eindrücke“, beschreibt Vogler seinen von Anfang an positiven und angenehmen Aufenthalt. Unterschiede zwischen den Ju-gendlichen wurden kaum festgestellt. Angenehm fällt Vogler im Vergleich zu Österreich neben der geringen Klassenschülerzahl auf, dass es in Südtirol den Störfaktor Laptop bei Schülern (noch) nicht gibt.


Ein gelungenes Projekt für Schüler und Lehrer
Das Fazit fällt kurz und bündig aus: „Für mich als Lehrer und Erzieher war die Arbeits-woche in Laimburg eine tolle Erfahrung, für die Schüler eine wertvolle Bereicherung“, fasst Vogler seinen Aufenthalt zusammen. Christoph Gallmetzer aus Südtirol ergänzt: „Der Lehreraustausch sollte unbedingt weitergeführt werden. Diese Erfahrung sollten viele Pädagogen machen, vielleicht können nächstes Jahr zwei Lehrkräfte ausge-tauscht werden“.
Den Nutzen können beide Lehrer gut beweisen: sowohl in Krems als auch in Laimburg füllten die Schüler einen Fragebogen aus, mit dessen Ergebnis den aufwändigen Be-mühungen der beiden Freunde Gallmetzer und Vogler deutlich gedankt wird. 100% befürworten den Lehreraustausch, ein Großteil führt als Verbesserungsvorschlag den Wunsch nach einer Verlängerung auf zwei Wochen an. Als Vorteile werden immer wie-der das Kennenlernen neuer Methoden, neuer Inhalte, zusätzlicher verständlicher Er-klärungen zu bereits bekannten Themen und vor allem neue Erfahrungen von einer anderen Persönlichkeit angeführt.