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Tag 1:

Der Ausflug begann für mich am 25. Februar um 5 Uhr, denn ich musste rechtzeitig zu der Schule in Phyra gelangen. Dort traf ich die beiden Betreuer Georg Waach, der bereits ein routinierter Begleiter bei solchen Veranstaltungen war, und Werner Steindl. Die andern beiden Schüler die jedoch zur Tierbeurteilung antraten waren Bianca Maron, die Schülerin an der Schule in Phyra ist, und den Oberösterreicher Raphael Deutinger.
Um 10:15 Uhr wäre unser Flug nach Paris gegangen, allerdings konnten wir aufgrund des schlechten Wetters erst eine Stunde später abheben. Wir flogen mit der Fluglinie Air France. Als wir in Paris ankamen, erwartete uns ein erfrischender Regenschauer, also gingen wir direkt in unser Quartier und hinterließen unser Gepäck. Danach sahen wir uns einige der Highlights der französischen Hauptstadt an. Unter anderem besichtigten wir die Notre Dame und das Hotel the ville. Anschließend gingen wir zurück in das Hotel „Centre Kellerman“, welches sich im Zentrum der Stadt befindet. Dort erhielten wir den ersten Teil unserer Rückerstattung für die Anreisekosten ausgezahlt.
Prinzipiell wurden die Zimmer für drei Personen international aufgeteilt. Beispielsweise wäre ich mit dem Oberösterreicher und einem Deutschen im Zimmer gelegen. Wir konnten diese Aufteilung jedoch ändern, da unser Zimmergenosse ein anderes Zimmer bezog und wir die letzte Österreicherin aufnahmen die mit zwei Finninnen zusammengelegen wäre.
Zusätzlich bekamen wir noch eine Einleitungsmappe die sämtliche Unklarheiten auflösen sollte. Somit erfuhr ich, dass ich die Weine die für den Wettbewerb verwendet werden sollten, am Vortag verkostet werden sollten. Der eigentliche Test hingegen besteht aus zwei Teilen, beim ersten Teil bekommt man der Reihe nach 5 Weine eingeschenkt, bei denen man die Sorte, den Jahrgang, den Preis, die klimatischen Lage und eine zutreffende zusätzliche Bezeichnung bestimmen sollte. Beim zweiten Teil der Tests, bekommt man 4 Weine vorgesetzt bei denen man die Qualität der Farbe, die Intensität der Nase, die Qualität der Nase, die Qualität am Gaumen und die Länge des Abgangs einzuschätzen hat. Dies geschieht auf einer Skala von 1 bis 5, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste Bewertung ist. Nach den oben genannten Kriterien muss man dem Wein noch eine Gesamtnote geben, ich habe hierfür den Durchschnittswert der anderen Werte verwendet.

Tag 2:

Der zweite Tag begann sehr früh, offiziell jedoch nur für die Delegationen der Viehbeurteilung, da mein Programm erst um 14 Uhr begonnen hätte. Gegen 7 Uhr begaben wir uns zum Frühstück, danach fuhren wir mit der Straßenbahn auf das Messegelände. Das Areal auf dem sich die Ausstellung befand war enorm groß, jedoch war der Großteil der Messe auf die Viehwirtschaft ausgerichtet. Einen einheitlichen Weinbauverband suchte ich in den 7 Hallen vergeblich, dass einzige was zu finden war, waren etliche Spezialitätenstände die Weine aus Frankreich im Angebot hatten. Gegen 14 Uhr begab ich mich zu dem „Training“ für die Weinverkoster. Dort bekamen wir die Weine für den folgenden Tag zu kosten. Hierbei ist es wichtig sich Notizen zu machen, um den Wein auch garantiert wiederzuerkennen.

Am Abend fand der „Internationale Abend“ statt, bei dem jedes der anwesenden Länder seine Spezialitäten anbot. Zu beachten ist, dass die Gastgeber nicht gut vorbereitet für diesen Event waren, daher hatten wir weder anständige Teller noch angemessene Gläser beziehungsweise Becher für den Wein. Somit sollte man unbedingt vorausplanen, welches Besteck oder welches weitere Equipment für die mitgebrachten Spezialitäten benötigt.

Tag 3:

Mein Wettbewerb begann um 9:30 in der zweiten Halle im Untergeschoss, dort war ich überrascht über die Anzahl der Teilnehmer, da ich bei dem „Training“ am Vortag nur eine sehr überschaubare Gruppe angetroffen habe. Insgesamt traten von den 70 vorgesehenen Teilnehmern 67 an, ich startete als der einzige Österreicher mit der Nummer 47. Für jeden der Weine hatte man 5 Minuten zeit, danach wurde der nächste ausgeschenkt, jedoch hatte man die Möglichkeit die vorherigen Weine noch einmal zu kosten, sollte man diese nicht weggeleert haben. Nach Ende des ersten Teils wurde der erste Zettel abgesammelt und es begann eine 10 minütige Pause. Außerdem kam mit dem letzten Wein der verkostet wurde, die Offenbarung, dass doch nicht alle der Weine am Vortag verkostet wurden. Somit sollte man sich nicht zu sehr auf die Unterlagen verlassen. Nach dem zweiten Test wurden wir um ungefähr 12 Uhr entlassen. Gegen halb 2 konnten wir uns die Ergebnisse des Tests ansehen. Die besten 6 mussten am Nachmittag einen Wein auf Englisch vorstellen, ich war als Dreizehnter der 67 Teilnehmer jedoch nicht bei diesem Test vertreten. Da ich einen freien Nachmittag hatte, besuchten wir den Triumphbogen. Danach kehrten wir zurück um uns die Siegerehrungen der beiden Bewerbe anzusehen.

Bei der Viehbeurteilung holte der Oberösterreicher Raphael Deutinger Gold für Österreich und seine Kollegin Bianca Maron war mit dem sechsten Platz auch nicht sehr viel schlechter vertreten. Im Gegensatz zur Viehbeurteilung wurde die Siegerehrung der Weinverkoster viel offizieller abgehalten. Beispielsweise waren hier alle anwesenden Teilnehmer vertreten, wurden von drei Kameras gefilmt und für diverse Zeitungen fotografiert. Die Verleihung dauerte rund 30 Minuten und zu meiner Überraschung erhielt ich auch noch eine Auszeichnung dafür, dass ich unter den Besten 15 des Wettbewerbes vertreten war.

Gegen 19 Uhr kamen wir zurück in die Unterkunft, wo wir den letzten Teil unserer Rückerstattung bekamen. Es erfolgte keine besondere Verabschiedung der Kandidaten. Danach hatten wir einen freien Abend an dem wir unsere guten Platzierungen feierten.

Tag 4:

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes besuchten wir noch den Eiffelturm, den wir aufgrund des schwachen Tourismus um diese Jahreszeit, ohne langes Anstehen erklimmen konnten. Danach holten wir unser Gepäck vom Hotel und machten uns auf den Weg zum Flughafen. Von dort konnten wir um 17 Uhr, ohne Verspätung, abheben. So endete eine interessante und aufschlussreiche Erfahrung die ich jedem empfehlen würde, der die Chance dazu bekommt.