Wikipedia | Gastro News | LMS | WebMail | PHOnline | Impressum
headerBild
headerBild
headerBild
Logo Oekolog
Vitimeteo Prognosedienst und Wetterdaten für den Weinbau
Europea Österreich
Italienisch

BERICHT VON JULIA DANNER UND CLAUDIA SCHUHMANN

ANGIE 2.0 – Partnertreffen in Linköping, Schweden von 21. bis 24.9.2016

Teilnehmerinnen:          

Danner Julia/LFS Gießhübl

Schuhmann Claudia/LFS Pyhra

Hönigsberger Elisabeth/LFS Krems

 

„If you ask students, what they´ve learned, they always tell you, what they did”

Dieser Satz trifft die Herausforderung des “informellen Lernens” (informal learning) ganz genau. Wie kann ich sichtbar machen, was ich gelernt habe, was ich weiß oder kann? Und um formal/informal learning und deren Zusammenhänge mit dem Projekt ANGIE 2.0 ging es im Partnermeeting in Linköping.

Kolleginnen und Kollegen aus Ungarn, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Dänemark, Rumänien, Österreich und dem Gastgeberland Schweden tauschten ihre Erfahrungen mit dem Projekt ANGIE 2.0 aus. ANGIE 2.0 ist ein Leonardo da Vinci Innovationstransferprojekt und beschäftigt sich mit der Frage, wie informell erworbene Lernergebnisse sichtbar gemacht und in Folge auch beurteilt werden können. Dazu absolvieren Schüler/innen Auslandspraktika auf passenden landwirtschaftlichen Betrieben bzw. einschlägigen Firmen, wie z.B. lebensmittelproduzierenden Unternehmen, eingesetzt, um dort ihr Fachwissen und ihre fremdsprachlichen Kenntnisse zu erweitern.

Parallel dazu findet das informelle Lernen statt, das sich vor allem im Alltag im Gastgeberland, in den Gebräuchen, der Freizeitgestaltung, der Kultur und der Sprache sowie der Lebensweise in den Familien manifestiert. Um diese Erfahrungen zu dokumentieren, wurden die Schüler und Schülerinnen angewiesen und ermuntert, täglich einen Eintrag in ihrem eigenen Internetblog zu verfassen, sodass das Leben abroad von allen Daheimgebliebenen verfolgt werden konnte.

Nicht nur diese lasen die Blogs, sondern auch eine Studentin aus der  HAUP (Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik), die sich im Rahmen ihrer Bachelorarbeit des Inhalts der Blogs annahm und diese wissenschaftlich analysierte. Dabei legte sie vor allem Wert darauf, herauszufinden, ob und wie viel informelles Lernen aus den Blogs herausgelesen werden konnte. Sie orientierte sich während ihrer Arbeit an den acht Schlüsselkompetenzen. Die Studentin zeigte in ihrer Arbeit auf, dass die Blogs als Instrument zur Validierung des informellen Lernens durchaus geeignet sind.

Die Hauptaufgabe der während des Meetings gebildeten einzelnen Arbeitsgruppen bestand darin, die Erfahrungen der Partnerländer als Entsendungs- bzw. Gastland zu untersuchen und im Zuge dessen wurden die Grundlagen für ein Manual erstellt, das jedem Partnerland als Standard für die Vorgehensweise beim Entsenden bzw. Empfangen der Schülerinnen und Schüler dienen soll.

Im Rahmen unseres Aufenthaltes bekamen wir die Möglichkeit, die Schule der Gastgeber, das Vretagymnasiet in Vreta Kloster, zu besichtigen. Dies ist eine landwirtschaftliche höhere Schule mit vier Ausbildungszweigen, Landwirtschaft, Pferdewirtschaft, Forstwirtschaft und Haustierpflege. Die Schule hat zurzeit 540 Schülerinnen und Schüler. Es werden ca. 300 ha Land bewirtschaftet, in der schuleigenen Landwirtschaft werden neben 60 Zuchtpferden 100 Zuchtsauen und 50 Milchkühe gehalten.

Wir freuen uns, dabei gewesen zu sein und konnten während unseres Aufenthalts in Linköping viele spannende und interessante Eindrücke sammeln.

Im November findet in Spanien das Verbreitungsseminar statt.

Die österreichischen Projektteilnehmer:

v.l. Elisabeth Hönigsberger (LFS Krems), Claudia Schuhmann (LFS Pyhra), Julia Danner (LFS Gießhübl)