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Die Vinohak 3bk & 4abk unterwegs im teuersten Weinbaugebiet Frankreichs – aber auch die Schnecke spielte dabei eine Rolle

Im Speziellen führte uns unsere diesjährige Wein- und Kulturreise in die französischen Weinbaugebiete Burgund und Champagne sowie nach Paris.

Die Weinbauregion Burgund ist größer als die Anbaufläche Niederösterreichs. Für einfache Weine wächst der Aligoté, während für Spitzenweine die zwei Hauptsorten Chardonnay  und  Pinot Noir angepflanzt werden. Das Besondere der Region Burgund ist die Weinklassifizierung mit 4 verschiedenen Lagen. Diese sind Cru regional, Cru Village, Premier Cru und Grand Cru. Den teuersten Wein unserer Reise verkosteten wir vom berühmten Weinberg „Clos Vougeot“ mit einem Verkaufspreis von € 55. Bei der Weingartenarbeit muss sich der Arbeiter bücken, denn im Burgund und in der Champagne sind die Rebstöcke nur rund 30 cm (max. 50 cm) hoch. Pro Hektar stehen ca. doppelt so viele Rebstöcke wie in Österreich (mehr als 10.000). Die maschinelle Bearbeitung erfolgt mit Stelzentrakoren, die über die Rebstöcke fahren. Ein Hektar Weingarten kostet z.B in der Lage Village im Côte de Nuits eine Million Euro.

Regen, Kälte, Wolken, Sonne, sogar Schneeflocken – auf unserer Weinreise hatten wir typisches Aprilwetter. Aber es war besser als die absolut nicht ermunternde Wetterprognose.

Foto Schnecken

Ein unvergessliches Erlebnis war für viele von uns das „Schnecken essen“ in Mâcon. Mit gemischten Gefühlen, teils mit großen Erwartungen, teils ziemlich nervös warteten wir auf das Servieren der Weinbergschnecken in einer Knoblauch-Kräuter-Butter gemeinsam mit einer Klammer und einer Schneckengabel zum „Sezieren und Inspizieren“.  Es wurde gewürgt und genossen, während wir von amüsierten Franzosen beobachtet wurden. Ganz ehrlich:  Es hat nicht allen von uns geschmeckt - aber wer kann schon von sich behaupten, eine Weinbergschnecke gegessen zu haben.

In Beaune bekamen wir durch den Besuch des Hôtel-Dieu (einem ehemaligen Krankenhaus für Arme und Reiche) einen interessanten Einblick in die Krankenpflege des 15. Jahrhunderts .  Solutré-Pouilly, eine kleine Gemeinde im Süden Burgunds,  ist bekannt durch die bedeutenden Funde aus der mittleren und jungen Steinzeit, des sogenannten Solutréens. Wir besichtigten das prähistorische Museum am  Fuße des berühmten Felsens von Solutré. 

Foto am Fuße des Felsens

Im Weinbaugebiet Champagne wurden die ersten Schaumweine erzeugt und daher sind nur Weine aus dieser Region berechtigt den Namen „Champagner“ zu tragen und ihre Erzeugungsmethode „Champagnermethode“ zu nennen. In anderen Regionen Frankreichs werden diese Schaumweine daher als Crémant bezeichnet. Nach der Betriebsbesichtigung genossen wir ein Glas eines edlen Champagners.

Paris Foto

Stark beeindruckt waren wir von der riesigen gotischen Kathedrale in Reims und freuten uns auf die Entdeckung von Paris auf unserem letzten Reisetag. Auch beim Metrofahren hatten wir unseren Spaß (falsche Richtung, riesige verwirrende unterirdische Gangsysteme, verloren gegangene Schüler usw.). Aber wir haben diese Hürden profimäßig gemeistert und haben Montmartre und den letzten Pariser Weingarten, den Eiffelturm, die Pyramide des Louvre, Notre Dame und sogar den Ausblick vom Arc de Triomphe“genossen.

Wir danken besonders Frau Professor Eva Resch für die Hauptorganisation dieser Reise. Sie hat uns die französische Sprache verständlich gemacht und uns auch viel „Geschichtliches“ erklärt. Frankreich war eindeutig eine Reise wert.