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Schummelzettel, Chunks, Spiralen: Die VinoLingua-Didaktik

 

Wie und was lehrt man, wenn man Winzer/Winzerinnen Sprachen lehren will? VinoLingua hat zuerst die Zielgruppe befragt, wofür sie überhaupt die Sprachen braucht. Das Ergebnis war eindeutig: zum Präsentieren und Verkaufen des eigenen Weines. Die Weinverkostung ist also die zentrale Aktivität, die in der Fremdsprache bewältigt werden soll. Darum herum gruppieren sich Situationen wie die Betriebsbesichtigung oder der Messebesuch im Ausland. Man will den eigenen Betrieb vorstellen, den Weingarten, die Arbeit im Keller. Man will an Einzelkunden und an Händler verkaufen können. Vor allem aber will man den eigenen Wein detailliert beschreiben, ihn in einen Kontext und eine Kultur einbetten und dem Kunden ein Gespür für seine Qualitäten vermitteln. Man hat eigentlich keine Zeit, regelmäßig in einen Kurs zu gehen, sondern möchte lieber alleine hin und wieder – und immer wieder – ein Buch zur Hand nehmen, einer CD lauschen.

 

VinoLingua geht auf alle diese Bedürfnisse ein: Es ist ein Selbstlern-Kurs, bei dem Hilfestellungen und Übersetzungen in die Muttersprache digital abgerufen werden können (und das für jede der vier Zielsprachen – Dt, Fr, It, Sp – in jeweils drei verschiedenen Ausgangssprachen!). Es konzentriert sich auf jene Situationen, die die Weinbauern wirklich brauchen. Die Weinverkostung wird zum Beispiel sechsmal präsentiert, mit wachsenden Schwierigkeitsgraden. Betrieb, Weingarten, Keller und Verkauf kommen jeweils dreimal vor. Diese Progression kann man mit einer Spirale vergleichen, oder besser: mit einer Helix, einfacher gesagt einer Wendeltreppe. Dieselben Situationen und Themen werden jeweils mehrmals präsentiert, zunächst mit ganz einfachen sprachlichen Mitteln (der Wein ist fruchtig), dann mit immer komplexeren Strukturen (er hat ein fruchtiges Aroma), bis zur „hohen Schule“ in den letzten Lektionen (am Gaumen entfalten sich Erdbeer-Aromen), die dann sogar von authentischen Videoaufnahmen ausgehen.

 

Es ist aber wichtig, dass die LernerInnen schon von Anfang an eine Verkostung, eine Betriebsbesichtigung, einen Verkauf in der Fremdsprache abwickeln können: Daher wird ihnen am Anfang möglichst viel Hilfestellung gegeben. Statt sofort mit komplizierten Grammatikregeln zu beginnen, wird das sprachliche Material in Form von „Chunks“ präsentiert. Das sind sprachliche Versatzstücke (Willkommen am Weingut! Dieser Wein ist ein…. Die Farbe ist… In der Nase ist er… Der Geschmack erinnert an……, etc.), die man mit Farbadjektiven, Namen von Früchten etc. ergänzen kann, und schon hat man einen akzeptablen Satz, der die Botschaft transportiert (selbst wenn man seine Struktur nicht vollständig durchschaut).

 

Auf Vorschlag eines unserer Projektpartner, der ein Winzer ist, haben wir außerdem in fast alle Lektionen sogenannte „Schummelzettel“ eingebaut, das sind vorgegebene Texte mit Lücken (z.B.: Mein Weingarten, mein Betrieb, mein Rotwein, meine Verkaufsbedingungen), die der Winzer mit den genau für seinen Wein passenden Wörtern füllen und dann auswendig lernen, und im Notfall sogar in der Tasche mitnehmen und vorlesen kann.

 

So nutzt VinoLingua in seiner Didaktik die Tatsache, dass die LernerInnen präzise definierte Bedürfnisse haben, und konzentriert sich auf das Wesentliche (die Weinverkostung mit ihrem Drumherum), das dadurch aber bedeutend vertieft wird. Ein umfassendes Konzept, mit dem die schwierige Verbindung von Fachsprache und Anfängerniveau problemlos gelingen kann!

 

Zum Wohl! Salute! ¡Salud! À votre santé !

 

 

This project has been funded with support from the European Commission.

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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.

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Ce projet a été financé avec le soutien de la Commission européenne.

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Il presente progetto è finanziato con il sostegno della Commissione europea.

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El presente proyecto ha sido financiado con el apoyo de la Comisión Europea. Esta

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